Montag, 19. Oktober 2015

Zen

Zen ist im Ansatz richtig, aber der wird falsch übersetzt oder von uns falsch verstanden. Richtig ist: man soll nur so viel essen, dass man den Hunger nie vergisst. Man soll so viel schlafen, dass man die Müdigkeit vergisst.

Der Kardinalfehler des Zen in unserem Sinne ist die seinem Grund widersprechende Lehre der Konzentration auf den Alltag. Meditation als sich steigernde Konzentration und zunehmender Geist ist vollkommene Idiotie. Leibfeindlich ist das ohne Zweifel.

Gerichtet wäre mir Zen zu fassen als ein Unwille, der zu Schlampigkeit, Faulheit und Blödheit führt, die allein eben dem Alltag vollkommen entsprechen. Das ist Leiblichkeit ohne Ende.

Für Zen braucht man keinen Verstand. Zen gehört zu einer Gesellschaft, die zwar Warenproduktion und Geldhandel kennt, aber überaltert ist bis zum Starrsinn, Altersschwachsinn, einem Führerprinzip nachhängt, das aus dem Totenreich heraus jeden Fortschritt blockiert.

Soll ich Zen sein? Das bin ich ganz sicher nicht.

Statt dem Ich haben wir hier unseren Leib und an Stelle des Bewusstseins einfach die Dinge in und um uns.

Meditation und Achtsamkeit gehören vielleicht auch nicht zum 'richtigen' Zen. Die gehören dann zur buddhistischen Ideologie.

Meditation und Achtsamkeit binden an das Äußere. Das Äußere widerspricht am Menschen dem Leib. Das wird uns als Fehler des Zen verständlich, wenn man begreift, dass das Äußere selbst in der Entwicklung völlig erstarrt sein kann. Dann ist der Leib zerrissen und als sachliches Stückwerk bedacht auf die Erhaltung der inneren Spannung und Spaltung. Die Diktatur der Verwaltung, z. B. in China, hat zur Entartung des leiblichen Denkens im Zen geführt. Nennen wir es nicht Leib, sondern Körperlichkeit.

Wenn Zen aus dem Buddhismus kommt, dann ist er die kastrierte Leiblichkeit. Buddhismus ist eine HerrscherLeiblichkeit, die auch aus dem Kastensystem kommen kann und es zum Schein überwindet. Die Krankheit des Leibes im Geiste wird nicht aufgehoben, sondern der Leib wird als reines Leid aufgefasst und wortlos als wertlos betrachtet.

Mit Zen ist der buddhistische Geist einfach am Ende, er ist müde und satt, will immer nur fressen und schlafen: das nennt man dann auch aufmerksam sein und meditieren. Zen ist im fetten Buddha daheim.

Zen ist Fressen ohne Ende und ohne Arbeit, das beruhigt die Nerven und macht müde bis zur totalen Meditation, Tiefschlaf im Sitzen.

Zen im Westen ist ein reines Missverständnis der überlebten Leiblichkeit. Das führt zum Zen der gelehrten Bogenschützen und der hirnlosen Geschwätzigkeit.

Jesus und Zen: Jesus ist eine erlogene oder erfundene erdichtete Figur, die außerhalb des Textes des NT nie existiert hat und Zen ist vergeistigter Leib. Beide sind Leib im Geist oder Widerspruch an sich. Die haben fliegende Gedanken und sind meinem Leib fern. 

Ich bin mein Leib, mein Auge, mein Blick ist in den Dingen und ich habe kein bisschen Bewusstsein um mich. Bewusstsein ist eine WortLüge, die hinführen soll zum eingebildeten Geist. Führer lügen immer und einen Geist gibt es so wenig wie das den Gelehrten anhängende vom arbeitenden Leib bezahlte SelbstBewusstsein. SelbstBewusstsein ist nichts als hohler GelehrtenStolz.

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