Sonntag, 18. Oktober 2015

Autor mit Leib

Wenn ein Schreiber Texte produziert, die behaupten, ohne Autor sein zu müssen, damit sie als Leib funktionieren und auch selbst wiederum inhaltlich dem Menschen dessen leibliche Bestimmtheit offenbaren können, dann scheinen sie als EinFall vom Himmel oder aus dem Nichts gekommen zu sein. Und doch sind sie nur die Frucht des Leibes selbst. Sie sind einfach nur unmittelbar menschlicher Leib, im Gegenstand des Schreibens, der Schrift, wörtlich und grammatisch noch, bestimmen sie alles neu durch Drehen, Verschieben und gerichtet verdichten sie sich zur neuen Ordnung eines Menschlichen Widernatürlichen Einzigen Einsamen Für-sich-Glücklichen einer großen Gesundheit.

Jesus ist nun ein ohne irdischen Vater/Autor vom Himmel gefallener Leib. Der ist so blödsinnig widersprüchlich, dass er nur Literatur sein kann. Er ist die Erfindung eines vom jüdischen Geist abgelehnten SeelenKrüppels, Erdichtung eines Hurenkindes, das dem Vater im Glauben nicht folgen konnte. Des fingierten Jesus Muttersprache war griechisch, sein vom kranken Dichter hingeschmiertes Handeln in allen wesentlichen Elementen antijüdisch. Da muss einer nur erst das Alte und dann das Neue Testament lesen. Das Neue ist purer Hass und Neid ausschließlich mit Bezug auf die Werte des Alten. Das Neue Testament ist entstellte Fratze und Karikatur des Alten. Ein Christ kann bis heute ohne Hass und Neid gar nicht sein. Da die dem Leib fremde Autorität den Leib von vornherein übelst mit dem Schreiben in Besitz nehmen will, entfällt die Erlösung des Protagonisten, des 'Leibes' Jesu, und kann den vom Autor ganz freien Textleib nicht produzieren. Es entsteht so eine neue Religion, die ist der Wille zur Krankheit. Der Islam ist nichts als eine Reaktion auf den kranken christlichen Willen: sie ist der Wille zum gemeinschaftlichen, auch gemeinsamen christlich/islamischen Selbstmord. Inhaltlich ist der Jesus-Geschichte der Zugang zur Funktion des menschlichen Leibes verbaut. Gegen den nachjüdischen Selbstmissverstand hilft auch nicht die vom Islam praktizierte Abtreibung der erwachsenen Leiber. Statt der Offenbarung im jüdischen Glauben erfährt nun der im christlich/islamischen Sinn 'erneuerte' Mensch, der im Reich des Geistes - aus Wert und Zahl, in Handel und Ware - als Leib freigesetzt ist, sich im unbewussten Lügensinn seines Autors (oder in unserem Bewusstsein) Überheblichkeit als krank und heißt das seine Strafe und unsere 'Sünde'.

Mission ist letztes Opfer hirnloser BlödSinnigkeit: seitens der Christen geschieht das durch das SelbstOpfer und seitens der Moslems allein durch Totschlag Vergewaltigung Mord. So ergänzen sich also Idiotie und Schwachsinn weltweit.

[Weinreb hat sich ernst genommen, der war kein Leib, sondern Bild eines Leibes und Jüdischer Witz gegen die Not im Exil] 

Wenn der Leib einbricht in einen Text, und weiter der Autor und Übersinn noch erhalten bleibt, erhebt sich wie von selbst aus der Geschichte des sich wandelnden Leibes ein Protagonist der Handlung, der ein Wanderer zwischen Altem und Neuen ist und in sich widersprüchlich oder wundersam. Da geht nicht zusammen, was er tut und uns sagt. Den Widerspruch nehmen wir deutlich als Blödsinn wahr und lassen ihn uns gleich wieder als göttlich oder heilig verklären. Wir lassen uns von den jungen Religionen, der Zinskrankheit der alten, bescheissen. Seine Wurzel hat der leibliche Widerspruch des Schwachsinns über aller Erde in der himmlischen Idiotie, des Autors über dem Text oder Gott als GeldDeckel drauf. Im christlich-islamischen Glauben steht daher nicht nur die Welt arschüberkopf, sondern hat auch noch einen Hirnriss zum Schein in der absoluten Autorität, die der Arsch beim Handstand zwischen den Beinen ist: O Vogel Albatross.

Der Albatross allerdings ist bei Nietzsche und deutlich im Denkmal bei Lacoste und de Sade nur der Arsch, der im Kopfstand eines sich negierenden Autors, seinem Ebenbild im Himmel sich entgegenreckt. Nichts trifft de Sade besser als dieses Mal bei seinem Schloss: der Arsch ist immer ganz oben, wenn man selbst sich veröffentlichen muss. Wenn der Leib als Autor anständig bleiben will, muss er den Arschfick im Werk proklamieren. Nietzsche macht es heimlich. De Sade als Mensch und Autor, macht in der Öffentlichkeit das, was er konsequent als antiautoritärer freier Leib im Roman seinen Helden angedeihen lässt und er vernichtet mit höchster Leichtigkeit schwebend wie von selbst oder vom Himmel ab gehoben [doch nicht um Himmels willen in ihn hinein! und nicht mit der messianischen Idiotie eines Christus und Mohammed], die letzte Autorität, Gott, Kirche und Staat. Christentum und Islam sind von Beginn an bestimmt und geboren zur StaatsHurerei. Napoleon wie das Deutsche Reich sind der Hass, der dem freien Bürger Frankreichs entgegenschlägt. Daher die Liebe de Sades und Nietzsches zum einfachen Bürger des großen Landes. Nation ist Bewusstsein, notwendig leiblich falsch, und Staat ist nur die leibliche Krankheit des Individuums, die zu überwinden ist. Der Mensch ist  e i n  Leib und nichts sonst. Die blöde Gleichheit vor dem Gesetz ist nur die Einheit im Schatten eines Geistes, der alle krank macht.

Das andere Mal zu de Sade ist das Schloss selber und sowohl der durch die Übertreibung Überzeichnung beschnittene [also aus der Wirklichkeit ausgeschlossene] Penis als auch die durch den Ekel als Übertreibung der Langeweile verschlossene [verflixt und verflucht zugenähte] Vagina.

In der WarenWelt sind alle nur schöne Arschlöcher im Handstand. Da sucht man vergeblich ein Genitale.

O Vogel Albatross! Das ist? die mühsame Vorstellung einer Wahrheit des weiblichen Leibs, der sich erst als vergewaltigt und auf den Kopf gestellt erkennen muss, um mit dem wahren Elend des männlichen sich zum Höhenflug leiblicher Gesundheit zu vereinen. Das floss ihm 'Trän' um Träne' bei der befreienden Selbsterkenntnis. Und das 'ich liebe dich' ist die Gewissheit, dass die Vorstellung so wahr ist wie die uns im Irdischen bald überkommende leibliche Erlösung. Von nichts sonst schreibe ich.

Die große Sehnsucht ist die nach aller Befreiung hin zur großen Gesundheit. Die ist allein repräsentiert in dem aus der Gewalt in Manns perversem Geist befreiten weiblichen Leib. Dieser Leib ist WeltLeib und von Beginn an in sich geteilt ausgeteilt endlich das Glück der gesamten Menschheit, Arschlöcher eingeschlossen. Ganz allmählich nähert das männliche Arschloch sich seiner Bestimmung, dem weiblichen Hinterteil.

In der Gewissheit konnten de Sade/Nietzsche/Kafka auch ertragen, was mann ihnen angetan hat.

Mein Schreiben ist keine Religionskritik. Religion gibt es für nicht. Ich bin auch kein Atheist. Ich bin absolut freier geistloser Leib. Geist ist für mich bestenfalls Witz und Gott gibt es anders für mich nicht. Behaltet gerne doch Gott und Religion für euch und erspart mir jede Gewalt gegen mich.

Ein heißer Südwind bin ich. Speit kein kaltes Gift gegen mich. Feuer würdet ihr zu fressen wähnen. Also sprach Zarathustra zum Gesindel. 


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