Geist ist eine ganz schlimme Suchtkrankheit, die immer nur weiter sich steigert.
De Sade setzt die Menschwerdung in Szene. Die Inszenierung aber erlöst ihn nicht von sich als Mann, dem vorgeschichtlichen archaischen menschlich-männlichen Verderben. Die Vorgeschichte des MenschSeins beginnt mit einem großen 'Theater', einem Un- und Umfall in der TierHerde. Im unserem Theater aber wird immer der Geist der Rolle mit dem Leib verwechselt. Der Unfall war leiblich und zugleich soziales Rollen. Man muss über den Rollentausch auf der Bühne hinaus und unter der Verkleidung die Leibverwechslung sehen. Das Messer der Beschneidung muss den Geist trennen vom Leib. Das befreit. Mit der kleinen rostigen Schere kann man dem goldenen Buch den Bund aufreißen die Hose runter- und den Bauch aufschneiden. Wenn der Geist fort ist, ist der Text ganz beim Leib. Das ist das große Theater mit der Menschheit, dass die Geschlechtsumwandlungen für eine Lösung der Probleme gehalten werden, die der Geist erzeugt hat. Wie sehr muss man doch allein sein oder leiden am Geist um so zu sich zu kommen. Die Geschlechtsumwandlungen sind die wahre Urszene der Menschwerdung auf die Bühne gestellt, für unser Theater inszeniert. Das Verlangen nach einer Umwandlung hat ihren Ursprung im ersten Schritt der Menschwerdung: der erniedrigte Mann hat eine große Not, die ihn hinaustreibt in die Welt und heraus aus sich, er will auchso früh auf sein, und kann nur damit aufrechtes Weib sein. Das ist das Tragische am MenschenMann, dass er immer nur bei einer anderen wieder landen kann. Er kommt nicht mehr zu sich. Kein Mann kann Führer sein. Bei der Frau wiederholt die Geschlechtsumwandlung ganz einfach nur die Verwandlung des weiblichen Herdentieres zum MenschenWeib. Ihr Leib wird aufrechter Herr und der weibliche Leib wird Rolle an sich. Ausgangspunkt unserer Kunst und Schauspielerei ist eine Mutter, die zum archaischen Überweib 'regrediert' oder - halt fortschreitet. Sie will ganz dicht bei sich und einerlei ausschließlich am Arsch sein. Die Tochter wiederholt daraufhin die Urszene: den Umsturz in der Herde. Rollentäuschung: sie will oben sein mit einem kleinen Mann unten. Der Sohn wird zum 'Sadisten' im rechten Sinn, harmloser Arschficker, Mutters Söhnchen Ödipus. Der Vater möchte Mutter und tüchtig auf Umweg und engem Pfad von hinten genommen sein.
Das ist mehr als jeder Glaube, wenn der Zuschauer für kurze Zeit im Dunkeln allein sich vereint mit der Wirklichkeit meint und danach auch handelt. Der hat sich dann aus der künstlichen sozialen Realität in die Wirklichkeit des Natürlich-Asozialen verirrt. Trikala: dreimal gut überschlagen in öffentlicher Narretei ist besser als einmal herrlich den Partner daheim gelangweilt.
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