Ich bin mein Leib und seine Organe, die
dazu gehörenden Affekte, Sinne und ihre Entsprechungen im Gehirn.
Das Großhirn oder der Geist ist uns weit unter. Den dummen Gläubigen ist ihr Geist
über und ihr Leib ist ihnen krank und die Sinne vermitteln ihnen
einen Lügensinn in den Dingen. Der Lügensinn ist ihr 'Bewusstsein'.
Das Bewusstsein lässt sich steigern bis zur Bewusstlosigkeit, das
Nichts. Und das große Leuchten, das sie 'Erleuchtung' nennen, ist
der Moment, in dem ihre Birne durchbrennt. Ich hab kein Bewusstsein. Ich hab nur
die Sinne und der Leib ist ihr Selbst. Mein Geist ist keine Leuchte.
Ich habe Augen und die tragen der Sonne Licht mir ins Herz hinein. Mein Geist ist ein Helferlein, eine
Projektionsfläche, ein simples Netz gespannt unter eine regellose
Wirklichkeit. Die Natur kennt weder Regel noch Gebot. Was der Mensch
'Gesetz' nennt ist nur eine Projektions der leiblichen Not in eine
Welt, die uns unvorstellbar unbestimmt ist. Nur ein Schwachkopf glaubt an
Bestimmung und göttliches Gebot. Und die priesterliche Idiotie
predigt uns eine innere Not und ein Verlangen nach Nötigung. Das
gibt es alles nicht. Die Not ist äußerlich und in uns sind
wir des Lebens Notwendigkeit. Der Wille ist nur eine Bremse, die die
Nötigung durch den Geist rechtfertigen soll. Das ist der Zauber, den
der Idiot für den Schwachkopf hat. Der Geist kann ein trickreicher
Zauberer sein, ein Spiegel der Einsicht: dieser Text, wenn er uns
gefangen hält. Man muss das Schreiben sein lassen können, wenn die
Freiheit des Leibes erreicht ist.
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