In einem Teil des menschlichen Gehirns
ist das ganze menschliche Sein abgebildet. So wie das Hirn als Ganzes
die ganze Welt enthält, ist in jenem Teil das A und O des
besonderen menschlichen Seins. Das ist der Sitz der menschlichen
Seele. Alles was ein Mensch ist und war, bildet verdichtet in alle
Ewigkeit das uns nichtig und hohl erscheinende allgemeine
Selbstbewusstsein. Scheinbar ist es allen Menschen gleich, ein Fehler
des Denkens. Doch im Denken sind wir gefangen und der Fehler ist in
Wirklichkeit keiner. Das Selbstbewusstsein ist die unendliche
Gesamtheit eines individuellen sich immer wieder zu sich drehenden
Seins. Der Faktor Zeit macht, dass wir dieses Bild nicht
begreifen. Er ist nicht einfach die vierte Dimension, sondern die
Grenze, der Rand der drei. Wenn man den Leib erkennt, überschreitet
man die Grenze der Zeit. Unser Leib ist das Schiff und im Hirn ist die Karthe. Die Platz-Angst hindert uns am Fliegen. Man
muss nicht die Angst vor dem Fliegen überwinden um frei zu sein,
sondern Platzen wollen lernen. Die Wollust vernichtet die Zeit,
das Platzen befreit in den Leib hinein. Die Wollust versetzt den Leib
in die TraumZeit, da kann er an beliebiger Stelle ein beliebiges
Dasein wieder haben. Der Traum kennt keine Zeit, sondern in ihm ist ein Leib auf
dem Sprung. Was dem Wachen bleibt ist eine Ahnung der Wahrheit im
Selbstbewusstsein. Wer das nicht weiß und überwinden kann, leidet
daran. Der Glaube beruft sich auf das Selbstbewusstsein und ist nur das Leid der Unwissenden, reine Dummheit. Das Hirn hält Glauben nicht aus. Der Glaube verweigert die Einsicht in den Leib. Das Schaf will gefangen sein in seiner Zeit und gründlich geschoren. Auch der Hirt ist gefangen, will unter Schafen sein. Ich will nur für mich sein, ein Wanderer durch Raum und Zeit, einzig und allein.
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