Samstag, 24. Dezember 2016

Lust sein und Liebe haben

Die kleine Begierde ohne Bewusstsein:

Die Tatsache, dass ich vollkommen einsam und vereinzelt bin, bedeutet nicht, dass ich illusionslos bin und ohne Wünsche und Träume. Ich habe natürlich Vorstellungen von einem Zusammensein, das mir und dem anderen einen perfekten gemeinsamen Leib schenkt. Die Gemeinsamkeit schließt vor allem und zuerst Herz und Seele ein, dann die anderen Organe und die Sinne und am Ende noch Zunge und Hand, die aller Welt Dinge zur Erweiterung der Gemeinsamkeit heranziehen können. Die allumfassende Harmonie muss man erst finden und natürlich dann aus dem Glück heraus auch die Kraft, sie mit Arbeit oder Vorsorge von annehmbarer Dauer, also (mit Nietzsche, Briefe, Bd. 8) von einem Tag zum andern zu erhalten.


Die absolute und reine Liebe und das Unbewusste der falschen Welt:

Was die meisten Sorge nennen, ist die von der alltäglichen Gewalt geprägte Sorge ums Überleben. Immer hat der vom System Vergewaltigte eine Sorge, die das Leben in seiner Gesamtheit erfasst und noch darüber hinaus geht. Wer die Drohungen der Lohnsklaverei in sich hineingefressen hat, dessen Sorge reichen weit über das Leben hinaus, ins Jenseits nämlich, auch sämtlicher Nachkommen. Typisch für einen Staat, in dem sich christlicher Wahnsinn durchgesetzt hat, ist die Absicherung der Reichen durch Schuldenübernahme zu Lasten der Armen. Im Christenreich steigt die Sorge als rauchender Gestank über brennender Leiber Masse in den Himmel auf. Die Banken häufen soviel große Vermögen wie kleine Verschuldungen an. Die unschuldigen Schuldner begreifen das nicht mehr und es wurmt sie ein unbestimmtes Seelenleid. Die kleine sinn- und inhaltslose Sorge spart sich das Leben und trägt ihren guten Leib zwecks Sündenentwurmung und Organverwurstung zur Fleischbank. Wer nicht mehr arbeiten kann für die Bank, bietet seine Organe unmittelbar der Reichenkrankheit an.


Das ist der Unterschied von Bewusstsein und Unbewusstem: das Bewusstsein gehört nicht dem Menschen, sondern vollinhaltlich der Mechanik der Warenproduktion und das Unbewusste ist eine kranke Verdrehung des menschlichen Leibes durch die Zwänge die vom Warenbewusstsein ausgehen.

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