Samstag, 24. Dezember 2016

Abtreibungen

12 Schuhe breit und drei Monate lang ist über Ovid ein Hinweis auf Krieg und Abtreibung sowie Kindstötung. Der Drache ist ein Fabelwesen und keine Metapher von Macht und Gewalt. Damit ist die Abtreibung eine fabelhafte urmenschliche Angelegenheit - und natürlich widernatürlich, Menschen sind kein Herdenvieh und schon gar nicht Menschenvieh-Zeug. Der große Drache ist nicht China und kein Weg dahin ist 12 Schuhe breit oder dauert drei Monate zu Zarathustras Zeit. Der große Drache ist eine Metapher der Gewalt, der kleine Drache war nur mein Leib. Der kleine Drachengeist ist der für alle kommende Hungerleib und zugleich abgeschlaffter Mannszipfel. Der große Drache ist die große Not des großen Reichs, vergebliche Notwehr, Ende der Fortpflanzung, Niederlage im Krieg und massenhafter Tod. Der kleine Drache 'Abtreibung' hat die große Bescheidenheit der Volksmasse gefressen. Jetzt ist das feuerspeiende 'Tier' ein großes Ideal. Jedes Ideal ist ein böser Geist, der von außen kommt, und willig öffnen die Wünsche, die mit dem Willen von außen kommen, ihm den Leib. Wille ist kleiner Schlüssel und Wunsch ist großes Fahrzeug (dies als Wink an die dämlichen Buddhisten). Die Organe leiden an der Begeisterung des Leibs. Der todkranke Leib pflanzt sich fort in den Untergang. Das 'Tier' der Endzeit ist also die Abtreibung, die von außen kommt. Da kommt der Hunger, der den Volksleib verkleinert, dazu der Krieg, der ihn verstümmelt. Was übrig bleibt ist der erlöste Leib in seiner Einzigkeit. Und ein Seher der Unzeit träumt vom kleinen Drachen mit dem ausgefransten Stummel eines zwölfschwänzigen Arschkitzlers. Vor dem kleinen ragt ihm ein TextGebirge auf aus Schatten und Kluft unter Falten. Die finstere Höhle Zarathustras gehört sicher nicht der Erde, sondern einer Mondlandschaft forscher Wissenschaftlichkeit. Was uns Zarathustra verschweigt, ist sein Verhältnis zu einem Berg von Weib. Dort verdichten sich ihm in der Höhle natürlicher Abtreibung Eis und Hohn, Schmerz und Angst zu Eishonig, großer Wollust, die Brot immer nur und Spielen will, zum fleischlichen Datenspeicher. Das Hirn ist eine Mangelkrankheit, die den Leib mit Hunger füllen kann. Wenn das Hirn den Leib mit der Substanz seines Mangels füttert, nennt man das einen Orgasmus. Bewusstsein tritt ein, wenn die Verstopfung des Leibes mit Hunger vergeht und einer Leere im Hirn weicht. Bewusstsein ist leerer Hirnhunger. Das Selbstbewusstsein ist eine völlige Leere von Hirn und Leib, gehört zur Askese, die erfüllender Hunger ist. Es gibt aber auch eine natürliche Herrschaft das Weibes, die ohne das kranke Bewusste ist. Matriarchat hingegen ist ein Missverständnis, nur ein Bild weiblicher Macht und ein Widerspruch in sich. Die neue 'Macht' kennt keinen Geist, keine Begeisterung, keine Bildhaftigkeit. Die Geschlechter nehmen sich dann als solche gar nicht mehr wahr, sondern verhalten sich wie  e i n e s. Der Übermensch ist ein Weib und die Männer hängen als letzte Menschen oder Lustwucherungen an ihm auf glückseligen HautInseln, Auszipfelungen erogener DermatoZonen.

Die letzten Männer halten sich für Wanderer und sind dabei beinahe schon wieder das abgetriebene Geschlecht. Matriarchat und auch Beschneidung sind männliche Missverständnisse einer Ahnung kommender Abtreibung: Psychoanalyse ist verwissenschaftlichte EndzeitGeilheit, Wissenschaft in leiblicher Fröhlichkeit kurz vor dem Fall aus der Sünde zurück ins Paradies.

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