Montag, 5. Dezember 2016
Der Zweck ...
... gehört immer zur Ware, zum toten Objekt. Dein Schreiben ist völlig zwecklos, es dient nur sich selbst. Es lebt. Der Zweck greift den anderen an und macht jäh den Schrieb sogleich zur Zielscheibe fremder Zwecknörgelei, die dir gar nie passt. Das Schreiben muss wachsen und in den Himmel ausgreifen, wie vom Stamm her Ast und Krone am Baum. Dein Texten ist dein Leib und was darauf steht oder hängt, sind die Blätter daran. Für den einen und andern oder die eine lässt du die Blätter gern fallen. Mag doch aberbei der Lese Vorgang im Augenblick des Bedeutens jeder Sinn dem andern und sollen ihm gleich auch die Sinne zerfallen. Da erst wird die Schrift bunt und es raschelt das Blättergefledder. Der Sinn macht alt und allmählich auch blind. Dein Schreiben aber sehnt gar sich nach keinem Auslesevorgang. Was kümmert groß dich artig bescheiden mehr als der nächste Tag und vielleicht etwas unverbindliche Freundlichkeit so wie die Wiederholung der kleinen Freud der Schreibarbeit heut auf morgen für alle Zeit. Sinn will Ziel und Schluss. Der sinnlose Zufall jedoch gehört zur Zwecklosigkeit. Die ewige Wiederkehr des Gleichen hat zufällig diese Wendung weg von Ziel, geradem Zug und Zügel des Zwecks. Flügelschlagt also heftigst auf Schreibumraum in Textgeblätterzeit.
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