Dienstag, 3. Januar 2017

Vom Lachen und Weinen

Ein kleiner Teil der Menschheit lebt in einer großen Traumwelt – das ist zum Lachen
Der überwiegende Teil lebt in großer Not – das ist zum Weinen

Warum lacht der Mensch und was lässt ihn traurig sein?

Er lacht, wenn ihn äußere Zwänge überwinden

Er weint, wenn er sich von ihnen befreit

Kann man es noch simpler denken

Warum lacht der Mensch und was lässt ihn traurig sein?

Ins Lachen bricht der fremde Kitzel aus, weil er nicht Leib und nicht Wollust und Schmerz sein kann

Das Lachen bringt die Hülle zum Platzen

Wenn die Wollust den Leib von der Not befreit, das Blut in ihm aufkocht als Zwang zur Arbeit, dann tauchen die Sinne ins Fleisch und das Fleisch ins Wasser des Lebens ein – so bilden sich Tränen

Traurig ist der Mensch, wenn er ausbricht im eigenen Fluss

Nie kommt ein Mensch lachend zur Welt

da muss ihm nach dem Schamkragen erst noch die Milchhaut platzen

Lachen und Weinen kann man auch anders denken:

Wer in der Traumwelt lebt, erwacht im Jenseits

Die in der Not sind, sind am Tag in dunkler Traumzeit und bei Nacht in der Helle räumlicher Wirklichkeit

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