Donnerstag, 12. Januar 2017

Liebe

Jeder wünscht sich einmal Glück in der Liebe und hat ein Verlangen danach, geliebt zu werden. Die Liebe aber ist verhängnisvoll, schwächt den Geist und die Widerstandskraft des Leibs. Sie drückt einen nieder zu sinnloser Arbeit. Sie scheint schwer zu haben zu sein und stellt einen mit wenig zufrieden. Sie lockt mit leichtem Sinn und verjagt die Sinnlichkeit. Das 'Glück' der Liebe macht nur müde. Es ist einfach langweilig. Die erfüllte Liebe ist ein leeres Versprechen der Wollust und erstickt das Verlangen.

Höchst klug ist der auf die Basis der Wollust gestellte Beziehungsvertrag. In ihm befriedigt der gesunde Geist das Verlangen. Die wollüstige Befriedigung wird ausgedehnt auf die Laufzeit des Vertrags. Das Spektakel der Wollust auf der öffentlichen Bühne geht der Befreiung des Leibs voran.

Das geschriebene Recht ist nur ein Recht auf Verlangen und der wollüstige Beziehungsvertrag für das System geschriebenen Rechts die größte Gefahr. Die Staatsgewalt schützt die verliebten Idioten, sollte im Interesse der leiblichen Gesundheit besser die Unzucht fördern. Liebe ist eine schwere Krankheit. Dagegen hilft perverser Sex, den man sich natürlich nicht selbst verordnen lassen kann, sondern sich gegenseitig verordnen muss. Solche Verordnungen muss man sich schenken. Das sind 'Liebesbriefe', die zünden. Lasst uns alle Zünder sein und die Sünden uns gegenseitig vergeben. Gebt euch schriftlich die Schuldiger und auch euch wird die Schuld gegeben.

Unter Vertrag hält die Wollust sogar ein wenig Liebe aus. Wollust unter Vertrag ist Humor. Die Gnade der 'freien' Liebe der 'Menschlichkeit', das Christenideal ist ein Widerspruch in sich und absolut lächerlich.

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