Dienstag, 3. Januar 2017

Vom bleichen Verbrecher

Im Konsum kann sich ein Mensch verlieren und er kann so sehr gefangen sein von der Ware Macht, dass er außer sich ist und bleibt ganz ohne eigenen Leib. Im Jenseits der Konsumidiotie wird der Mensch in seinem Glauben an Wert und Ware gottgleich und muss sich für das eigene Weiterleben den fremden Leib nehmen. Wenn der Mensch also restlos oberflächlich ist und besessen von Besitz und Wert, Zahl und Geldwert, dann kann er Leib und Leben nur noch sich anderswo nehmen. Jeder Mord ist erweiterter Selbstmord und jeder Selbstmord die Suche nach dem verlorenen Leib.

Wer nur noch an die Zahl glaubt, hat den reinsten Glauben, er ist gottgleich und erkennt nicht mehr die eigene von Ware und Maschine bestimmte teuflisch unmenschliche Leibwidrigkeit, er spürt das 'Glück des Messers'. Konsum wird zum Raub, den der Mord motiviert. Der vom Besitz besessen ist, ist blutleer und bleich wird er zum Verbrecher, der sich das ihm fremde Leben nehmen  m u s s.

Macht hat die Ware im Wunsch und die Maschine in der Produktion über Menschen. Und Macht hat der Mensch, wenn er von Wünschen und Produkten besessen ist. Das ist die äußerste Form der Besessenheit, wenn die Macht der Wünsche in der Liebe und der Hass der Kraft in der Produktion den Menschen zum Mörder machen.

Liebe ist das unersättliche Mehr der Wareneigenschaft und Hass ist das gewaltige Mehr des Produktionszwangs. Die enttäuschte Liebe treibt die Produktion an. Der Mangel ist die Seele des Wunsches und eins mit dem Verlangen der Produktion. Der Glaube ist der an die höchste Zahl, der immer die eins noch fehlt zur Vollkommenheit.

Das eine ist immer der Mord, der den Raub abschließen will. Der Mord gehört unbedingt zur Geldwirtschaft und Warenproduktion. Auch ein Terrorist ist nur ein vom Kapital gedungener Mörder.

Kein Christ hat jemals verstanden, was es heißt, dass Gott sein 'Leben' gegeben hat, um Mensch zu sein. Gott ist tot, heißt das, und der Mensch ist endlich mit seiner Verantwortung für sich und seinen Leib, sein Fleisch allein. Gott ist Mensch geworden: es gibt keinen Gott, keine englischen Götter mehr.

Hütet euch vor der Christen Missverstand. Wunsch und Warenproduktion und die höchste Zahl sind der Christen Gottheit. Da steht er starr, unser Christ, der erfüllt vom Glück des Messers ist, das steht er kalt und bleich, zur Winterwanderschaft verflucht + dem Rauche gleich, der stets nach kältern Himmeln sucht. Im Rauch unendlich vieler brennender Menschenleiber steigt der Christ endlich in seinen Himmel auf.

Gott ist tot und der Mensch muss sich zu Leib, Fleisch bekennen, nicht sie ausbluten lassen oder verbrennen. Wunsch und Waren dient der Mensch im Ideal oder im Rest-Gott als Gespenst: das ist der letzte Glaube, die Überzeugung, die sich 'Menschlichkeit' nennt.

Nach dem Ideal der Konsumidiotie des letzten Menschen kommt vielleicht noch der schöpferische Mensch mit einer Liebe, die sich noch keiner vorstellen kann. Was ist das für eine übermenschliche Liebe des Schöpfer-Menschen zum Fleisch?

Was unterscheidet Moslems von Christen. Im Islam sind Wunsch und Warenproduktion verdichtet zur bunten Wunschproduktion. Kapital ist Rentenkapital und der eselmanische Mörder einfach ein tödlicher Schmarotzer. Islam ist der zu ausgewachsenem Starrsinn gewordene kindliche Wunsch- und WarenGlaube.

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