Samstag, 14. Januar 2017

Gott ist tot

Nietzsche ist tot. Freud ist tot. Aber! Zarathustra lebt. In ihm steckt mein Leib, der also weiter reich komme - unverhofft und oft - in alle Ewigkeit.

Die schöpferische Tätigkeit erfüllt uns leiblich und die leibliche Erfüllung lässt uns schöpferisch sein. Wollust macht frei. Die Sublimation ist eine Erfindung Freuds und schlimmste Teufelei wider alle Lebenskraft, die den/der Leib frei legt. Freud dreht und wendet sich gegen der Wollust Macht und hängt uns dafür seine krummen Gedanken an. Die wirkliche Lust ist gedankenlos. Sie erfüllt, aber leert sich nicht. Sie ist nur sie selbst, in krummen Begriffen: einzig und allein.

Die Psychoanalyse ist ein theoretisches Gebäude, das auf der leiblichen Gleichmacherei der demokratischen Gesellschaft gründet. Das ist die historische Bedingung der letzten Lüge in uns. Die hat nur einen Fuß.

Sie nennt 'unbewusst', was das Besondere ist. Nur liegt das Besondere in der Einzigkeit des Leibs und nicht im unfassbaren 'Geist'. Der Leib für sich ist das Ende des schönen 'Bewusstseins'. Und was ist 'Schönheit'?

Jeder Mensch ist sein ureigener besonderer Leib. Die Besonderheit ist elementar und liegt an der Mischung der Organe, die allen gleich sind. Dass es auf die Mischung nur ankommt, hat Friedrich Weinreb richtig erkannt. Dass seine 'Einzigkeit' mehr als gotteslästerlich ist, war ihm nicht bewusst (da war er sein Leib). Er ist einer der Lücken-Büßer vor dem Loch in der Erde, das er für eine letzte Ruhe in Frieden Gott ausgehoben hat. Er hat aus sich einen Haufen von Organen aufgeworfen, ein Chaos im Geist, aus dem er nachträglich den Leib für sein offenbares Leben herausheben musste.

Von Freud wird mit der 'kindlichen Vergangenheit' dem Einzelnen nur die Geschichte des Patriarchats von hinten her wieder eingepflanzt. Daraus folgt für mich, dass die Körper der demokratischen Gleichheit bereits in sich gewendet waren und nur noch zu sich hin hätten gedreht werden müssen, um sich in der Erde als gutem Pracht-Arsch der Welt zu erkennen.

Wie so viele, hatte Kierkegard schon die Bewegungen dieses vor unserer 'Wiedergeburt' sich windenden Leibes gesehen, aber als 'Prinzipien' missverstanden (Verstand macht krank). Dem Drehen/Verschieben und Wenden/Verdichten begegnen alle 'Meister' mit einem Werk als Lügenbau, stellen geglaubte 'Wahrheit' gegen sinnliche Wirklichkeit. Sie schaffen sich Autorität in einer Lügen-Welt, die sie über einer Gesellschaft aufbauen, in der der alte Leib als hohle Körperlichkeit sich im Zusammenbruch befindet, und machen sich zum Vertreter eines Gottes, der lange abgedankt hat. Denken und Danken nehmen einander an.

Gott ist tot und wer noch Autorität zu haben meint, fällt bald mit ihm und allen seinen/ihren Vertretern auf Erden ins Grab. Die 'Werke' der Schöpfer legen immer neue Schandkleider geglaubten Wissens über der Erde schönen Leib.

Die Erde ist ein Weib und die Schwangerschaft ein Schandkleid über menschlichen Leibern. Lasst uns diesen Trauersack aufreißen und aus den weiblichen Leibern die Beinchen holen und aus ihnen Lus über dem gestürzten Bethel neu aufschichten. Jeder Satz ist zerrissenen, Lügengeschicht und jeder Aphorismus ist eine Niederlage der Wahrheit.

Was erklärt uns Freud, wenn er unseren Leib auf seiner Wohnzimmercouch still legt?: 'Lasst uns bei der Deut-Arbeit munter und fröhlich sein!' und alle uns fremden Schichten ertragen. Wir sollen die 'Sünden' der anderen, Autoritäten, an Geist- und Geldschein Reichen, gern sein und haben, als wären es unsere eigenleiblichen Schätze? Es gibt diese 'Erbsünde' der Triebe nicht, die er sich an uns vornimmt. Die ist außer uns und er für mich außer sich. Dieses Schätzchen im Geist seiner Heiligkeit kann er behalten. Wir wollen nicht seine Leibeigenen + für uns leiblos, sondern für uns selbst absolut leibeigen sein.

Gott ist tot, der Mensch hat auf dem großen Umweg zur EigenLeiblichkeit die Freiheit eben erst am kleinsten Zipfel gepackt und die erste Haut über der Jungfräulichkeit weggerissen. Wir sind um die Wahrheit beschnitten und müssen uns noch aus vielen Häuten und Dreckschichten winden. Der Mensch ist mit Pisse getauft und 'wahrlich, ich sage euch, ich will ihm noch ein Meer [viel mehr davon] zeigen, in dem er trinken kann' (so ungefähr aus Zarathustra II, Der Wahrsager).

Die Frau hat keine Mini-Männlichkeit. Mit der ist nur der Freud'sche Geist bedroht. Dieser zuckende 'Kleingeist' am Weib ist die männliche Impotenz Freuds. Die Frau hat mit dem Zipfel in Wirklichkeit vorn noch etwas vom Schwanz, den sie dem Affen 'Mann' hinten abgerissen hat. Das ist ein Rätsel der Anatomie. Ihr Schwänzchen ringelt sich um Runden des Leibs. Auf ihrem 'Füßchen' steht bei der Lust schwer balanciert die große Dreieinigkeit und erleuchtet sie leiblich erfüllt himmelblau.

Die Freud'sche Theorie ist nur Schön-Schreiberei. Die kann ich mir leicht auf den Leib schreiben. Ich hab ihn an den Eiern am langen Zopf seiner Scham Haare im Sack die stolze Brust rasiert und Hexenmilch abgezapft.

Ich bin ein Kümmerling, der dem alten Gott ein Spinner / Spanner ist. Ich spanne an für den Ritt zu dritt, ein Schreiben, das nur zurückbleiben kann hinter dem Doppel einer großen leiblichen Seligkeit. Der Leib führt an und die Seele im Hirn uns hinterher schreibt sich mir die nach-denkende Seele vom wollüstigen Leib. Da wär ich anscheinend gern Weib.

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