Dienstag, 25. Oktober 2016

Der Wille zur Ohnmacht

Bei jeder Völkerwanderung wird scheinbar der Hunger vom Krieg vorangetrieben. Das ist ein Irrtum. Das ist die falsche Sicht derer, die für den Hunger verantwortlich sind. Lebensmittelimport ist immer Diebstahl. Lebensmittel sind immer auch Menschenfleisch. Wenn trotz aller Arbeit, die der Fremde ins Lebensmittel steckt, es für ihn selbst zum Überleben nicht mehr reicht, mit der billigen Ware des Dritten zu uns zunehmend dessen leibliche Substanz tatsächlich schwindet, dann folgen irgendwann den Handelswegen die Ausgebeuteten, ausgemergelten Menschlein auch selbst. Der Sensenmann ist ein Bauer, der mit seinem Werkzeug nicht mehr arbeiten kann, weil man ihm Kraft und Scholle, Erde und Bodenhaftung geraubt hat. Unser Tod kommt also in fremder Gestalt und zeigt uns den Hungerleib, bevor er uns selber ereilt. Dem Hunger folgt dann der große Krieg, der scheinbar ein Import der vielen kleinen der zuerst Hungernden in der Fremde war. Der kleine Krieg hat die allbekannten Krankheiten zur Folge, der große aber neue unbekannte große Seuchen.

Die Vorboten des Hungers sind schon da, nur sieht sie alssolche keiner. Das sind noch nur unsere Verbündeten, die wohlgenährten Verräter des eigenen Volkes. Das Brot geht dem Tod voraus. Das ist die wundersamste Fleischvermehrung in der Vorratskammer der Zukunft der Menschheit. Die heute Privilegierten sind auch die ersten Opfer der neuen Zeit. Der neue Leib holt zuerst sich bei uns sein Fleisch. Die Hässlichen werden die Schönen fressen, die mageren die fetten Zeiten und die Ärmsten der Armen bekommen fürs leibliche Heil natürlich die dicksten Kinder der Reichen.

Das Kapital erzeugt im Grunde nur Hunger. Dem Hunger folgt immer ein Krieg arm gegen reich. Alle Seuchen bislang waren nur Hungerkuren für die Reichen. Die letzte große Seuche frisst das Kapital. Den letzten Krieg gewinnen die Armen. Da siegt der Wille zur Ohnmacht.

Der Wille zur Macht befriedigt sich am Schwachen. Der Wille zur Ohnmacht und Bescheidenheit besiegt im letzten Krieg die Reichen des Geistes, die eingebildet Starken, mitleidig Gnädigen, die unmenschlich Mächtigen, allzugerecht Gewalttätigen.

Das ist es, was bleibt: seelisches Glück durch Bescheidenheit in materiellen Dingen und absolute physische Gesundheit durch den vom Leib her bestimmten Willen zur Ohnmacht im Geist.

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