Montag, 11. Januar 2016

Übersetzung

Wenn man von der Leiblichkeit abkommt und die Wirklichkeit dreht und wendet, dann entsteht 'Wahrheit', Aussage objektiv mitteilbar. Darum geht bei Übersetzungen nicht wirklich viel verloren. Der Kontext ist entweder nur scheinbar oder eben nur bis zur Unkenntlichkeit verdreht leiblich. Diese kontextuelle Scheinleiblichkeit ist nur die Farbe der 'Wahrheit'. Bei der Übersetzung geht also nur etwas Farbe drauf oder verlustig oder wird neu auf die 'Wahrheit' und Objektivität des Textes aufgetragen und verfremdet das Original etwas, was aber nicht notwendig einen echten Verlust bedeutet. Auch aus einer Übersetzung eines guten Originals kann man mit dem richtigen Schlüssel die Wirklichkeit dem 'Wahren' entwenden, sie herauswringen aus den Stoff. Nicht die wörtliche Übersetzung ist daher die beste, sondern die sinngemäße, die optimal neu sprachlich versorgt wird. Das neue Textbild braucht eine sprachlich angenehme Farbe. So wird Sinn-Schatz verlustarm transponiert.

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