Mit den 'Briefen aus der Verbannung' bekennt sich der Autor zur Abtreibung. Verbannung selbst ist nur ein anderes Wort für die schmerzliche Annäherung an das Urmenschliche. Die Schilderung der Reise ist ein Bild der Mensch-Werdung. Ovid will nicht mehr Autor sein. Er ist antiautoritär und zeitloser Leib im Text. Als Text-Leib verschafft er sich Ewigkeit. Zarathustra im Untergang will wieder Mensch werden, aber nicht 'menschliche' Freiheit in der Freizeit des frisierten Faust auf dem Jahrmarkt. Ovid will Gretels Abtreibung. Die Grete selbst ist Goethes Abtreibung. Die Skythen sind der Dauerfick hinten rein. Der Kaiser ist das Arschloch der Rede vorn raus. Der will die Ehe, eheliche Liebe, Coitus normalis, Fortpflanzung, Langeweile, Schlacht als Schauspiel, die Masse der Zuschauer als Bild der Vermehrung, den Krieg, der im Untergang des Reiches die Staaten erzeugt. Ovid will nur den eigenen Leib, Text-Leib, den Arsch am Weib und die Abtreibung, den Verzicht auf die Nachkommenschaft. Die 'Briefe' führen aus der Verbannung, aus dem Unmenschlichen, Rom, heraus. Wollust ist das Glück des Leibes. Das 'Glück' des Geistes ist das edler Langeweile und bürgerlicher Blödheit. Die Verbannung ist ein Arschfick als ungewolltes Heil. Der Arsch ist mit all seiner Symbolkraft oder Bildschönheit ein heiliges Versprechen des absoluten ewigen Heils. Welt als Leib wird an ihm beschnitten durch Wollust. Er hat eine Macht, die nicht des Kaisers ist.
Der Drache frisst das Kind, das im Krieg der Geschlechter gezeugt. Zum kalten Krieg gehört der langweilige Geschlechtsverkehr. Drei Monate lang ist die Friedens-Frist der Vergewaltiger. Zwölf Schuhe weit und breit ist ein Leben lang.
Die Wollust aber geht unbefangen der Natur entgegen, will Freiheit verkehrt nur für sich. Der Mensch ist verkehrt von Natur aus, Ovid nie zurückgekehrt.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen