Samstag, 29. August 2015

Ein langes Leben

Ein langes Leben und leibseelische Gesundheit sollten notwendig miteinander verbunden sein.

Das Leben als ewiges Ganzes ist ein Buch. Ein ewiges Leben aber ist nur verlängerte Krankheit, zunehmende Minderung des Geistlosen noch bis in die gähnendste Leere hinein. Der Atheist hat sein Buch und sein Sterben ist nur ein großes Wort auf der letzten Seite. Der Gläubige aber hat den ewigen Stumpfsinn, die unendliche Langeweile, nennt das Reue hier, Buße da, Demut engelisch drüben, wo meine Seele nie ist. Ich kann lesen, er kann es nicht.

Nur wer lesen kann, er\hält die Kontrolle über einen funktionierenden Leib.

Das Leben ist im funktionierenden Organismus ein Ganzes und vollkommen. Wenn es nicht mehr regelmäßig regelgemäß funktioniert, sollte es, um nicht als Ganzes verdorben zu sein, aus freien Stücken heraus beendet werden, im freien Tode. Der Funktionsverlust ist das angesagte Ende des Schreibens. Nur dem SeelenKrüppel, dem geistigen Vieh, das hängt am Pflock des Nu, muss es immer noch um ein Stück größere Übelkeit verlängert werden.

Das ist auf alle Fälle aber jedermann mit Selbstwert und Ehrgefühl, mir sowohl als auch dem Kranken, das Widerlichste: Mitleid.

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