Freitag, 28. August 2015

Dichtung und Wahrheit

Im Gedicht kann man seine Gefühle deutlich ausdrücken in vorgestellter Unterhaltung distanzlos-allgemein im Zwiegespräch eigentlich mit sich und vermeidet so in konkreto mit einem Geständnis ausgesprochen scheinbarer Wahrheiten peinlich verbindlich zu sein. Das Gereim ist ein zusätzliches ÜberKleid vor der nackten Wirklichkeit.

Die Dichtkunst schützt vor dem Verlust von Herz und Verstand ungefähr so wirkungsvoll wie ein lahmer Hund vor einem Angriff auf Leib und Gut.

Sehnsucht!: hörte ich je einen Hund so heulen! Wie hängt mir das alles so zum Halse heraus. Beiß zu! Sprich dich endlich aus! Lach dich aus! Lass dich endlich von Zarathustra auslachen. Geh aus dir heraus. Lach mit jedem mit. MiteinanderLachen ist gesund und alles andere als Literatur.

Was für ein Durst brennt in mir nach dem verlorenen Lachen der Kindheit. Sehnsucht! Was für eine Sehnsucht habe ich nach der Liebe leibgetragener Reinheit.

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