Sonntag, 5. Juni 2016

Organspenderin

Frauen sind konsumbestimmt oberflächlich, berechnend im Schauspiel der Lust und Macht, beim Sex halt- und inhaltslos lässig-unzuverlässig, erfüllt nur von der eigenen leiblichen Fülle und von sich in der Schwangerschaft. Sie überwinden im Akt der Zeugung nur die materielle Not und die Geburt ist Folge von Übersättigung und das Kind ist abgestoßene Langeweile. Im Mann hasst die Frau ihre unproduktive Unselbständigkeit. Das Kind ist ihr Zeichen erzwungener Muße, leerer Ruhe, der Vergänglichkeit, Ahnung tiefer eigener Hässlichkeit. Gerne spenden Frauen ihre Organe. Da gehen sie fremd. Im fremden Leib erleben weibliche Organe ihre Wirklichkeit: die ist schmerzhaft in Sinn und Nerv und ewig zum Schreien. Organspende ist Übertragung weiblich-nichtiger Wollust und kontrolliert dosierter Verzweiflung. Das ist die Liebe der Frau: eine Spende von Riss und Wunde.

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