Mittwoch, 29. Juni 2016

Mitleid

= objektiv Mitleidlosigkeit = Aufmerksamkeitsdefizit = Steigerung der leiblichen Not = Abwehrschwäche gegenüber der Veräußerung des leiblichen Antriebs = gesteigerte Triebhaftigkeit = Identifikation mit der maschinellen Forderung der Aufladung = übertriebenes Werte-Erleben – Untertänigkeit = Reduzierung des großen lebendigen Seins auf die kleinste maschinelle Einheit und Funktion = Unbewusstes: Verlust jeden Geistes, Anschwellen der dem Leib anhaftenden untergründigen Not = anerzogene Zügellosigkeit = fehlendes Vorbild = Mangel an edler Gesinnung allgemein = Eigenschaft des Bürgertums/Besitz-/Geldodels = schlechte Gewohnheit = Tugend = Konsum, Oberflächlichkeit in wollüstigen Dingen = es fehlt uns mit ihm das von Natur aus vornehme Regiment – schon die Monarchie ist nichts als ein Vorgriff auf den Niedergang des Menschlichen in der bürgerlichen Gesellschaft – unsere ‚Menschlichkeit‘ ist hohles Geschwätz – wir brauchen wieder die gehobene Milde, nicht das niedere schlammichste Mitleid. Wir brauchen das Vorbild der Selbstdisziplin und nicht die gewalttätige Zucht und den dazugehörenden nützlichsten Stumpfsinn.

Mitleid ist Prostitution vor jedem Werkzeug der Macht, allernützlichster wollüstig-angenehmer Stumpfsinn.

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