Sonntag, 26. Juni 2016

Null und Eins

Mit der Digitalisierung seines nichtigen Wissens, der Sicht auf seine Bilder, Zeichen, Metaphern der Wirklichkeit ist der Mensch im Schatten der Dinge gelandet und unsichtbar geworden für den Rest der Welt. Jetzt ist er endlich allein. Der hat noch nicht einmal mehr einen Gott neben sich. Er denkt nur noch rechts und links, schwarz und weiß. Dabei deuten ihm doch die Hände alle fünf Sinne an. Die Fünf selbst ist der Übersinn. Das Weib macht sich lustig über die Fünf. Sie ist der wahre Verteidiger der Null und der Eins. Sie ist von sich überzeugtes Loch und will nichts als den einen Zeiger dahin, einen Schwanz. Gegen die KonsumWelt ist ihr die Fünf des ganzen Leibes die abscheuliche Wollust für sich. Sie selbst hat keinen Leib. Der Mann hat nur den - von ihr doch - verbotenen. Er ist Erfüllung ihres Wunsch-Lochs. Mit der Null und der Eins stellt sich der Mensch ins ewige Abseits. Der Kontakt mit Fremden bleibt ihm unerfüllbare Hoffnung auf einen Gnadenakt. In des Lebens All, einem Universum der Gedanken ist der Mensch für immer taub und blind, absolut klein und allein. Er ist die Mitte einer Welt, die es nicht gibt. Der menschliche Geist ist das einzige Schwarze Loch. Sein Licht leuchtet jetzt in ewiger Finsternis. Wer oder was soll da noch - kommen.

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