Samstag, 7. Mai 2016

Unsterblichkeit

Grammatik des Leibes: das Hirn ist nicht Herr, sondern Subjekt der Dinge und muss jetzt Subjekt des Leibes werden. Die Organe haben ganz offensichtlich im Hirn ihre Repräsentanten. Die sind meine neuen Subjekte. Ihre Verknüpfungen müssen nieder gezwungen werden zum Leib. Ihr Netz fängt mich auf und ein. Die Bildungsartisten stürzen nun von alten Seilschaften in die Tiefe: darum stürzt auch ihr Körper schneller als der Repräsentant des Seils, die Stange, fasces im Bündel, Schrift, zu Boden und die Seele ist ohne des Seiltänzers Griff ohne Sinn vergeht sie schneller noch als das so weiche saubere nützliche FormFleisch.

Der Übermensch, der die neue Grammatik B herrscht, kann sich mühelos physisch regenerieren. Er ist nicht mehr nur einfach Fleisch. Fleisch zieht es ins Totenreich. Und der höhere Mensch ist kein Seiltänzer, sondern ein Wesen subjektlosen DaSeins, vergleichbar der fliegenden Stange und dem ohne die alten Herren viel weiter gespannten Übergang.

Glaube Religion Ideale der alten 'Menschlichkeit' verkürzen des Menschen Lebenszeit über Wunden. Der Übermensch baut für sie die abstrakte Grammatik um, die den Leib ganz und gar uns nur beschränkt, in den Leib, der sich selbst bestimmt. Da ist alle Sachlichkeit überwunden. Die griechischen Götter sind vielleicht eine Erinnerung an die ewige Jugend der Menschen in archaischer Zeit. Ich bin so ein Fortschrittsverweigerer, der zu jeder Zeit sich ein kleines der menschlichen Oberflächlichkeit aneignet. So erscheine ich gleich gegenwärtig-unsichtbar wie ungewöhnlich und irgendwie abstoßend. Ich bin es, der ein blödes Sein in der Zeit nicht will und nie braucht. Ich bin Pflanze mit menschlicher Lebenskraft, wurmiger Erdwurz, neuer Mensch mit anderer Seele und ganz eigenem Geist.

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