Samstag, 7. Mai 2016

Triebtäter

Not wird zu Notwendigkeit der Arbeit und die Entfremdung der Arbeit macht sie zur Triebkraft der Maschine und aus dem Treibstoff fällt der Trieb wieder ab für das Menschlein. Der Geschlechtstrieb des Menschen fällt not-wendig auseinander in zwei Bestandteile: den seltsamen Wunsch zur Vermehrung in sattsamer Langeweile und die aufregende kräftig-heiße Begierde.

Von der Begierde ist die gewendete Wollust zu unterscheiden, die zur Not der Arbeit des Leibes führt und zur Notwendigkeit der Arbeit gehört.

Der Geschlechtstrieb führt beim Menschen nicht hin zur unersättlichen viehischen Begierde, sondern zu widernatürlichen B Friedigung und zu simpler Sättigung und Langeweile.

Durch die Notwendigkeit der Arbeit gegen den Leib wird die höchste tierische Wollust beim Menschen mit dem Wollen verbunden. Der nichtige Wunsch aber, der dem Menschen leiblich gar nicht gehört, dinglich ist, wird ihm eine Selbstverständlichkeit.

Ding ist maschineller Gegen-Stand.

Der Wunsch gehört zur Ware und wird von Maschinen produziert. Die Maschine verdreht den schon gewendeten Leib und zerreißt ihn dabei. Der zerrissene Leib wird von der Triebkraft der Maschine befallen und ist Objekt der Begierde.

Der archaische Mensch hat keinen ObjektTrieb, sondern lediglich den Wunsch nach Wollust, der eine noch ältere leibliche Spaltung aufzuheben sucht. Darum fehlt dem Wilden die sinnlose Schönheit, der Sinn für den losen Zusammenhang der Körperteilung.

Ein Mörder ist von der Triebkraft der Maschine beherrscht und gibt dem Leib die Zerrissenheit wieder. Ihn beherrscht ein unwiderstehlicher Trieb, nachdem ihm durch Zucht und Züchtigung der langweilige Wunsch abhanden gekommen ist.

Ein Mensch, der keine Wünsche mehr hat, dient der Maschinen Antriebsenergie. Seine Begierde ist maschineller WollustWunsch, Antriebsenergie.

Der Mensch als Maschine verkennt sich gelegentlich als 'Pflanze'. Zwischen dieser 'Pflanze' und dem ihm innerlich gleichenden Tier ist der Mensch, das Wesen in Stücken, eigentlich eher Insekt.

Der Raubmörder ist auf der Suche nach den Wünschen, die ihn vom Zwang zum Morden befreien.

Der Mörder ist ein gebrochener Mensch, ein Schwächling, der aller Regeln verinnerlicht hat. Er selbst konnte der Gewalt des Gesetzgebens keinen Widerstand leisten. Sein schwacher Wille ist unter den Prügeln der Erzieher ganz verloren gegangen. Nur ein Schwächling wird Mörder und ein an sich zweifelnder ganz verzweifelter Schwächling wird Serienmörder und der schwächste der Schwachen wird der Schwächlinge Führer. Darum ist jeder Politiker Mörder und Triebtäter und der Führer notwendig ein MassenMörder.

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