Das ist die Wiederkehr des
viehisch-natürlichen Zusammenhangs: der äußere maschinelle, simpel
hierarchische. Alle geschriebene Ordnung ist erneuerte viehische.
Staatliche Ordnung ist viehisch und Recht ist viehisch. Menschlich
ist alleine die Widernatur. Die große Not, der nicht enden wollende
Hunger hat die gegen die viehische Ordnung gerichtete menschliche
Widernatur gezeugt. Die Fortpflanzung war dem Menschen von Beginn an
verbunden mit unerträglicher Langeweile, Leere der Empfindung,
Mangel an Befriedigung. Die reine Wollust hingegen beseelt das
Fleisch, verbindet Hirn und Leib. Wir leben in der Zeit neuer
viehischer Ordnung, gegen die allein das Verbrechen uns wieder zur
widernatürlich-menschlichen Wollust hin befreit. Der Mensch kommt
nur zu sich, indem er die staatlich verordneten Zwänge bricht. Darum
macht das Verbrechen uns automatisch höchste Lust. Der Automat
selbst ist im Zerfall unser LustZeuger. Die soziale Norm ist von
unerträglicher Langweile, steigert den Frust bis zur
Selbstauflösung. Das Gefühl der Sinnlosigkeit beschwert uns, weil
wir irrtümlich meinen für den Lustgewinn das Verbrechen meiden zu
müssen. Das Brechen der Norm, die Vernichtung der Unschuld am
fremden Leib, ist allerdings der rechte Weg zur Wollust urtümlicher
Menschlichkeit.
Unschuld ist Dummheit des Opfers und
zugleich die Idiotie, die Vieh-Hierarchie sich wünscht und das
'Menschlichkeit' nennt. Der Mensch ist ein Messer. Frömmigkeit ist
der Zustand, in dem das Schaf sich befindet, wenn es Scheren und
Schlachten für sein Heil hält und seines Metzgers Interesse die reine
Liebe nennt.
Menschlich allein ist das Glück des
Messers.
Darum raubt und mordet der bleiche Verbrecher, Regel und Unschuld sind ihm höchst widerlich. Regel und Unschuld sind unmenschlich. Er weiß um die Lust der Menschlichkeit. Alle Menschlichkeit verkehrt die Unschuld des Viehs. Des Menschen 'Natur' ist grausam und unzweckmäßig.
Hütet euch vor der Barmherzigkeit. Sie könnte mörderisch sein.
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