Samstag, 12. Dezember 2015

Verwandlung und Verkleinerung

Das Denken des Mannes hat sich seit einer kurzen Unmenschlichkeit verändert. Das Denken der Frau ist unverändert geblieben seit urmenschlichen Zeiten. Die Frau ist auferstanden vom Tier und der Mann geblieben unter ihr und gebrochen gefallen. Das Subjekt der Zeichen verwandelt sich mit seinen Zeichen. Die hierarchische Selbständigkeit der Zeichen macht nicht nur aus dem Mann einen Herrn erst, sondern das menschliche Denken an sich erhält neue Qualitäten, die sich aus dem Zusammenspiel der Zeichen unter sich ergeben. Der Mann leidet daran. Das ganze Gefasel von Ich, Selbst, Seele und Bewusstsein zeugt davon. Die Frau dagegen bleibt sich in der Leiblichkeit gleich und lässt sich nur verkleinern. Die Änderungen an ihr sind quantitativ. Sie ist in der verkleinerten Form nicht mehr zeichentragender Leib, sondern selbst nur mehr Leib als Zeichen. Sie ist Ware und Objekt der Warenzusammenhänge. Für sie wird die Welt der Waren leibliche Wirklichkeit. Der Mann steht zum Schein über den Dingen und hat mit der Warenproduktion einen zerrissenen Leib: den nennen wir Körperlichkeit. Sein uranfänglich gebrochenes Sein, seine Verhaftung der Vierbeinigkeit wird menschliche Gebrechlichkeit und sein krummer Leib ist zum Stückwerk der Körperlichkeit geworden.

Körperlichkeit ist Flickwerk, funktionale Fehlerhaftigkeit, die den Leib dem Begriff für immer entzieht.


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