Der Mensch hat einen Spiegel des Außen
in sich, in dem er sich finden kann. Dieses Schein- und Betrugssystem
heißt er sein Bewusstsein. Im Spiegel findet sich unser Leib ganz
verkehrt und das Außen tut ihm Gewalt an. Das Kind spricht von sich
in der dritten Person, der sich entfremdete Mensch in der ersten. Der
vollkommene Leib hat diesen Sprung (im Spiegel) nicht in sich, er übergeht ihn
von Beginn an.
Das Kind im Spiegel nimmt sich die Welt
wie es ist.
Narziss ist des Erwachsenen
Normalzustand der Gefangenschaft in Wünschen aus Waren und Zeichen
mit Zahl.
‚Narzissmus‘ als Begriff ist eine
Beleidigung des Leibs: die Analyse erklärt den Schmerz des Leibes
zum Widerlichen am Wunsch und damit den Wunsch zum erlösenden Heil.
Der unvollkommene Wunsch gehört ihr zum Diesseits und ist mit der
Sünde behaftet. Den reinen Wunsch gibt es für die Analyse nur im
Jenseits. Zur Erlösung gehört auch der Geldschein als Schein der
Heiligkeit, der auf den Analytiker zu übertragen ist. Die
Übertragungsliebe begehrt wieder nur den Geldschein des Analytikers. Der
Geldschein ist der Wunsch ohne Ware, der Betrug ohne Betrüger und
Verbrechen. Der Analytiker glaubt an das Heil wie der Jurist an sein
Gesetz. Heil und Gesetz sind Verbrechen gegen den Leib.
Tötet die Heiler - nicht. Sie sind lange schon nichts. Sie wissen nichts. Sie glauben - Nichts. Sie wissen, was Hoffnung ist. Wir wissen, wir brauchen das nicht.
Tötet die Heiler - nicht. Sie sind lange schon nichts. Sie wissen nichts. Sie glauben - Nichts. Sie wissen, was Hoffnung ist. Wir wissen, wir brauchen das nicht.
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