Sonntag, 3. April 2016

Freundschaft

Übermäßige Freundlichkeit ist eine Eigenschaft der Raubtiere. Liebe macht völlig arglos und Freundlichkeit betäubt. Das gilt für das Tierreich.

Was der Mensch für 'Freundlichkeit' hält, ist Misstrauen Feigheit und Angst. Die menschliche Freundlichkeit bedeutet wirklich Sicherheit für ihr Opfer. Der kategorische Imperativ ist Ausdruck dieses völlig verdrehten 'freundlichen' Denkens.

Das Raubtier hingegen begehrt sein Opfer mit ganzem Herzen, den reinen Gedanken im Sinn und der Seele im Leib mit allen Sinnen.

Der Menschen 'Freund' aber will nichts von seinem Wunschbild des andern im Spiegel, als gefressen sein. Der Fraß zeigt sich deutlich am verkommenen Äußeren eines Menschen.

Tiere haben ein vollkommenes Äußeres und sind für sich schön. Der Mensch hat nur ein Verlangen nach Schönheit und der Preis des Verlangens ist Hässlichkeit. Der Mensch hält sich für schön, wenn er äußerlich einfachsten tierischen Lebensformen gleicht. Erkennt Reptil und Insekt in der 'Schönheit'!

'Freunde kommt, s' ist Zeit …' : der Freund muss gegen die menschlichste Sehnsucht aus den Gedanken geschlossen sein, dann ist der Mensch zum Leib hin befreit, einzig und allein. Die Freiheit von menschlich-unsinniger Sinnsucht zerrt an den Sinnen und setzt endlich die übermenschliche widernatürliche unterirdische Seele frei.

Liebe leidet an Einsamkeit. Liebe erzeugt Ekel, wirkt abstoßend. Reine Liebe ist des Vereinzelten Massen-Freundlichkeit. Liebe verewigt die menschliche 'Freundschaft' im allgemeinen Geist. Liebe stellt unser Miteinander-im-Widerspruch vor. Liebe sperrt die Seele ein, tötet sie mit dem Leib, ist im Ergebnis unser übernatürliches un- und untermenschlichstes Mitleid. Im großen Mitleid treten nebeneinander hin: MassenMord und MassenSelbstmord.

Arbeit vergütet vergoldet Begierde verhütet Hoffen und Sehnen. Die schwere Begierde befreit gleichsam als Preis die Arbeit von der Last-Haftigkeit. Das ist leibfreilich - und kaum noch fassungslos.

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