Sonntag, 24. April 2016

Augenöffner der Liebe

Der Geist ist kein Licht und das menschliche Bewusstsein beleuchtet die Sachen nicht. Der Mensch nützt den Dingen. Bewusstsein ist nur unsere allgemeine Nützlichkeit. Das Bewusstsein ist also äußerlich. Die Nützlichkeit nimmt uns gefangen und verdreht uns den Leib. Den verdrehten Leib nennen wir im bewussten Wahn Seele, füllen ihn mit dem Selbstbewusstsein. Wir füllen uns, aber fühlen nichts.

Unser Begriff des Bewusstseins ist verkehrt. Unser Leib ist falsch und verkehrt, wenn das Bewusstsein auf ihm lastet. Wir haben einen furchtbar beschnittenen Leib und glauben an die Unendlichkeit Seligkeit Lüge der 'Welt'. Wir wissen noch nichts von der Wirklichkeit. Die verlogene Welt dringt durch das linke Auge in uns ein.

Durch das rechte Auge aber bemächtigen wir uns einer traumhaften Wirklichkeit. Wenn man die Wirklichkeit fassen will, muss man das Bewusstsein überwinden, im Glauben den Agenten der Nützlichkeit erkennen, im Selbstbewusstsein den verfälschten Leib. Man muss das verrückte Hoffen in verrückendes Träumen umwandeln und allem, was die menschliche Welt bedingt, den Sachen, selbstverständlichen Waren, das ohnbewusste Selbst entwinden, das allein dem Leib zusteht.

Menschen verletzen Menschen, töten Menschen um einer Sache willen. Der Wille selbst ist Wirkung des äußeren dinglichen Bewusstseins. Der Mensch ist weniger als ein Tier, solange er noch dem verlogenen Bewusstsein folgt und ihm das falsche Bild des eigenen Leibes glaubt. Was ist Hoffnung? Doch nur die Tatsache, dass die Büchse der Pandora offen ist. Glaube Wille Bewusstsein und Seligkeit sind als Folger der Hoffnung die Verderber der Menschheit.

Man muss erst alle WarenWünsche überwinden, bevor man den Leib in den Tag hinein träumen lassen kann und darf. Dinge als Waren erzeugen nur Wünsche. Alle Dinge aber sollen lustschwer werden. Die Beschwerung ändert alles, was der Mensch schafft und sieht.

Bewusst sieht der Mensch verkehrt und 'unbewusst' ist nur die entstellte Wirklichkeit in ihren verkehrten Zeichen. Die Analyse setzt die verkehrten Zeichen über ins Bewusstsein, bindet den vergewaltigten Leib damit neu an an die maschinenbestimmte Realität.

Das Selbstbewusstsein, Selbst als Subjekt der Zeichen, wird nachträglich erzeugt und bremst den Zeichenfluss ein, wenn es sich bildet. Das bewusste Selbst ist sinnloser Überfluss, der aus dem Zeichenreich entweicht. Es hält sich im Untergang für den Urheber der äußeren Zeichenbereiche. Das ist die ‚Seele‘ die sich für gottgesandt hält. 'Gott' ist das durch sich verklärte überzeichnete tote Maschinelle.

Das Ich ist die menschliche Arbeit, die vollkommen veräußerlicht ist, er kennt sich nicht. Es erkennt sich in seiner Bewegung nicht, es ist verborgener Antrieb zwischen den Dingen. Das Ich ist nur unfassbarer Trieb am Objekt, begrenzte Menge an Treibstoff, Energie. Das Ich hat einen bestimmten Namen, der ist immer auch eine bestimmte Zahl, die als Wert den Dingen nachhängt.

Der Leib ist im Zeichenreich eine Singularität, ein Rest Fleisch und die Summe seiner Ausscheidungen. Zu Seele und Selbst gehört im Warenreich der Leib als unstrukturierter Fleischhaufen. Das Selbst sagt ‚Ich‘ und meint den Trieb an sich, die heimliche Energie der Maschinerie, sich als flüchtigen Treibstoff. Das alles aber ist es nicht. Es ist das durch den Wolf getriebene durchtriebene falsche Fleisch, das nicht mehr arbeitet. Die Seele/das Selbst ist der Schmarotzer, der dem Produktionsprozess entzogen ist. Wenn ich bin, denke ich vollkommen falsch über mir. In der MaschinenWelt über mir gibt es kein Selbst als bestimmendes Subjekt. Das Ich als Subjekt ist in der WarenWelt nur äußere Triebkraft ohne Gehalt, ohne Namen. Das Selbst steht mit Namen daneben und das Ich wird namenlos von der Maschine mitgetragen. Das Ich hat seinen Ort im Energieträger, also im Tank oder in der Batterie. Das Selbst aber ist das von der Maschine vergewaltigte Fleisch, menschliche Arbeit an sich im Austausch und geteilt. Das Selbst wird immer nur - verdeutlicht in der christlichen Kommunion des Grauens - verzehrt und es stört. Das Selbst, das sich für ein handelndes Subjekt in der Maschine hält, wird tatsächlich immer nur von ihr gefressen. Es ist der leibliche Aspekt der menschlichen Arbeit. Das ES ist der geistige Aspekt. Das Überich ist nur das Ich reduziert um das Selbst, eine leere Feststellung.

Ich habe ein rechtes Auge, das in der Welt Träume produziert und nur offen ist für die wahre Liebe, wenn die Träume des rechten Leibes sich in der Welt verwirklichen.

Die Menschen fürchten die rechte Sinnlichkeit in mir und sie nennen als Sklaven äußerer Bedingungen und allgemeiner Nützlichkeit sie an mir mit Bezug auf die Augenöffnung meines leiblichen Projektors den 'bösen Blick'. Die rechte Liebe aber ist ein gemeinsamer Augenöffner.

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