Ich bin reiner Raum, abgehellt, ihr
seid nur Zeit ist farbiger Schein. Worum dreht sich der Beisatz? Zeit ist in der Mitte euch Gegenstand
und beherrscht euch. Ihr macht sie zum Herrn und sie betrügt
euch. Ihr schaut in die Vergangenheit und
lebt in der Zeit, ihr lasst euch von der Zukunft gefangen nehmen. Ich
bin nur gegenwärtig, Leib, ich sehe alles, was ist in der Zeit. Ihr
seid Farbe, ich bin der Farbe Grund. Ich sehe schwarz und weiß.
Ich bin weiß. Um mich ist übernacht und grau die ganze
Wirklichkeit. Im Reich wandert das Ende innen nach
oben. Es wird zur Blüte, die den eigenen Leib überwindet. Die Blüte
ist ein Schmarotzer, in der die Pflanze ihren Tod findet. Der Mensch muss sich als Pflanze
begreifen: äußerlich: Krieg ist unvermeidlich. Ich bin? Mathematik ist Schwachsinn, Oberfläche
einer Maschinenwelt. Maschinen sind so wenig wie Pflanzen
ausrechenbar. Mathematik ist die ausgerechnete
Hilflosigkeit des Menschen gegenüber der pflanzlichen Wirklichkeit.
Die Pflanze ist ein Gesetzesbrecher. Gehirnwendung. Jede Verwandlung des Körpers ist mir
fremd, oberflächliche Berichtigung und unaufhörliches Verschönern.
Alles vergeblich. Ich bin umsonst. Ihr jagt noch mit allem, was ihr
seid, nach dem andern Geschlecht. Ich habe keines. Ich bin ein Leib,
der alles in sich fasst und verdichtet begreift. Die Wollust braucht kein Geschlecht.
Das Geschlecht ist in der Lust und vom Verlangen gefangen. Die Wollust ist des Leibes höchste
Gegenwart. Koitus: mit Gewalt verschafft sich der
Körper nur Langeweile. Ehe ist gewaltsame Vereinigung mit dem Ziel
unendlicher Langeweile. Arbeit ist Gewalt gegen den Leib: Wunsch und
Lust wird erarbeitet und erlöst durch Enttäuschung. Warum
durchschaut dann keiner die Täuschung?: weil die Gewalt uns im
Gesetz umgibt. Auch das Naturgesetz ist nur Menschenwerk, Lüge und
angenehmes Irren.
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