Man kann seinen der Not bedürftigen Körper nicht reparieren, indem man sich mit Gewalt die Reste eines anderen
einverleibt. Angst ist der Hunger eines Leibes nach Blut und Fleisch
eines andern unter dem Zwang und der Herrschaft des Geistes. Ekel ist
das Gefühl der Sättigung unter dem selben Zwang. In der Angst ist
man einer zu wenig und im Ekel einer zu viel. Immer verhindert der
Geist mit Gewalt, dass man einer allein ist.
Geist los wird man durch körperliche
Arbeit, da repariert der Leib sich selbst. Geistlos ist die Arbeit am
eigenen Leib ist man wollüstig einfach sich eins. Die Angst des
andern bleibt aus und kein Ekel stellt sich mehr ein.
Die Organtransplantation ist eine
Operation des Geistes, die einem die schreiende Angst des
Zerstückelten einpflanzt und dem eigenen Leib einen abstoßenden
Ekel macht. Den Ekel unterdrückt das Cortison, die Schreie der
fremden Organe aber bleiben uns erhalten im Traum Nacht für Nacht.
Der Ekel wird unterdrückt, die Angst aber bleibt ewig und
unbegreiflich - ist die Grausamkeit des gewaltsamen Raubes.
Gott ist menschenfressender Geist ganz
in Weiß: Krebsgeschwür. Feuer Messer und Gift sind sein verlogenes Heil. Sein Feuer frisst, das Messer misst und sein Gift ist ein Gedicht, das uns wieder richt.
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