Dienstag, 16. Februar 2016

Aus Gottes

Das gläubige Schaf hat einen Anfang und ein Ende. Der Atheist hat die absolute Gegenwart. Grundelemente der Gegenwart sind die unbändige Metapher und die unhaltbare Metonymie, Raumlösung und Zeitbindung, Verdichtung und Verschiebung: der in sich zu einzig und zu allein geteilte Leib. In der Verdichtung, Vereinigung liegt Gottes Vernichtung. Die genormte Einheit des Leibs, Geschlechtlichkeit ist der schleichende Tod und die unerhörte Langeweile und  d a s  allein ist Gottes Reich. In der lebendigen Gegenwart aber wirkt der Antrieb von Zeichen als äußere Kraft zwischen den beiden Grundelementen, Bild und Zahl. Die äußere Kraft ist die an sich gespiegelte Gegenwart selbst: sie zieht aus uns sich als freie triebhafte Geschlechtlichkeit das Reich der Sünde, die menschliche Wirklichkeit. Darin haben Hirt, Auktor der Reinheit und begeisterte Führer keinen Platz. Darüber wundert das Schaf sich. Aber es selbst ist das Wunder der Gegenwart zwischen Anfang/Verdichtung und Ende\Verschiebung. Die Gier ist im Bilde. Ein Philosoph hat sich die blökenden Tierchen ausgedacht: das Wunder der Lüge und Liebe: Verirrung des Leibs, Wirken des irren Geists. Lüge ist Glaube und Liebe ist nur die für die blökende Masse erdachte genormte Geschlechtlichkeit. Die Irren/den vermehren sich. Die Wahrheit jedoch ist ewig gegenwärtig und pflanzt sich nicht fort. Wahrheit/Metapher und Wirklichkeit\Metonymie sind menschlich einzigallein. Für das Rollenspiel seines Hampelmanns 'Gott' hatte der Mensch einst die Wahl zwischen begrifflichem Tod und bildschön perverser Triebhaftigkeit. Da hat er natürlich sich vergriffen und 'Gott' den hölzernen Tod beschieden im finstern Reich unendlicher Langeweile, im rötlichen Nichts. Im Anfang war also - die koitale Verblödung. Und dazu kam dann der göttliche Kleingeist. Religion ist die tödliche Einheit von Koitus und Geist. Gott ist das Produkt ihrer Abgeschiedenheit. Das Püppchen am Faden und Holzkreuz wird nie richtig Fleisch. Was geht uns Atheisten seine wacklige 'Macht' an. Der Wille pflanzt sich ewig fort. Den haben wir nicht. Der Gläubigen Wille hat den Unsinn bei sich: braucht die weiche Kontinuität, den 'Zufall'. Uns hält die Gegenwart eisern zusammen: Leib reiht sich an Leib, gleich an gleich, und Leib treibt aus sich Leib hervor, groß aus klein. Das nenn ich 'Erlösung'. Die Fortpflanzung ist das Gegenteil davon: Lüge der Nichter mit dem leeren 'Willen zur Macht'. Ich habe den Willen zur Lehre nicht, ich brauche keinen Anhang. Ich hab das Wissen der Führer nicht und brauch weder Ende noch Anfang. Ich hab nicht den Willen zur schönen schonenden Entfaltung meiner selbst in breiter Deutlichkeit. Ich tu mir da Leid.

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