Freitag, 25. März 2016

Karfreitag

Freya ist lang schon verkommen zur Cara Frigg, Göttin der Ehe und der heimlichen und unheimlichen Hurerei.

Friggs Gemahl ist unser großer Gott, ein Kastrat ohne Geist und ohne Kraft des Leibs. Ein-Mann-Gott hat keinen Schwanz, ist nur ein großes heiliges Weib, Mütterlichkeit.

Messias: zunächst: Begeisterung für den menschlichen Leib und Geist untertan der Leiblichkeit. Wurde schnell verkannt oder verbannt.

Höllenfahrt: ewiges Leid ersetzt die Notwendigkeit der Arbeit. Hunger wird nicht bekämpft, sondern in der Selbstkasteiung Kastration resigniert der Mensch vor ihm, bejaht ihn. Kastration ist wie der Sündenfall eine blöde Bejahung der Not, führt zu Mitleid +++ Selbstmitleid.

Himmelfahrt: Erneuerung und messianische Erhöhung der Kastration.

Gott hat nur Platz in einem ganz simplen Weltbild. Der Papst ist in der OberflächenWelt des Konsums natürlich der Obersimpel. Jeder der gläubigen Simpel ist so in etwa zu 100 % Opfer der Konsumzwänge. Jeder freut sich kindisch über Farbe und Wert seines kleinen Eigenen, manchmal auch etwas größeren Besitzes. Ei, man liebt sich im äußeren Geist und teilt auch manchmal dies Fremde am Geist, der das Wesen ist der Waren-Konsum-Welt. Was sind Spenden nun anderes als ein Fütterungs-Fest von Schmarotzern und für sie! Jeder Simpel hat einen Schmarotzer als Anhang für den er Gott dankt in der Welt. Jeder Zipfel hat einen noch kleineren Zipfel, der ihm Gottes Nähe B zeugt und B rührt ihn in sich um reichlicher Samen Spende und also: mehret euch. Frohe Ostern! Regelmäßig finden Treffen in Rom statt unter dem Motto: 'Schwachköpfe aller Länder der Reichen vereinigt euch!', Brüder und Schwestern im Herrn kopulierend in Langeweile. Ihre Religion ist ein reiner Freizeit-Spaß. Sie glauben an die Reinheit der Liebe, büßen mit der Vögelei unschuldig für fremden Sündenfall. Sünden sind Schulden und sie verschulden sich gern. Sie lieben den Zwang zur Arbeit, der sie entschuldigt. Sie wissen nicht von der maschinell geregelten Arbeit und tun sie doch. Sie wissen nicht von der Wirkung des Geldes durch Gott und geben's doch liebend gerne aus. Sie lieben Gott und verströmen den Schatz dieser Liebe im Gewicht seines Glanzes nach Maß und Zahl. Die Wirtschaftskrise ist ihr Weltuntergang. Da haben sie die Einsicht im GeistesBlitz: 'Schuld sind Geldhandel und Produktionsmaschinerie', das Kapital muss ihnen aus seiner falschen 'bösen' Bindung dann befreit werden. Raub und Mord sind den Gläubigen nun der Königsweg der 'heiligen' Wahrheit auf ihrer Reise ins Jenseits der Erlösung: da ist Gott als Orgasmus in seinem innersten Wesen erfasst: sie haben ihn, wenn sie dem 'Bösen' den Schädel einschlagen. Da hocken sie endlich von der göttlichen Begegnung enttäuscht, bis der große Hunger kommt und der 'menschliche' Wirbel der Dummheit sie von neuem erfasst. Aber Gott ist immer nur Geld und nie etwas anderes als ein leiblicher Mangel an Arbeit. Er steckt als natürlicher Fehler vornehmlich im männlichen Leib.

Karfreitag: den Geisteskrüppeln der Auftakt zu Saus und Braus, schwarzes Loch, AV, rein und raus, raus aus der Krise, Produktivkraft gesteigert, rein in den Überfluss und hinauf zum himmlischen Jenseits und Hoffen auf den letzten 'Weltuntergang': da aber - wartet ab! - freit sich der Leib, frisst sich in innigster Brüderlichkeit wie die Krebskrankheit.

Übrigens: 'selig sind die Armen im Geiste': da fällt den Gläubigen auf und ein, dass ihr 'Gott' auch in ungläubigen Schwachsinnigen gleichermaßen wirksam ist. Ja!, komm Geistesblitz: 'Gott' ist euer Schwachsinn an sich.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen